Wuppertaler Rundschau

Sollte möglich sein
Betr.: Umbenennung der Agnes-Miegel-Straße

Wpt Rundschau

Rechte Aktivitäten in letzter Zeit führten zu offiziellen Äußerungen, dass in Wuppertal kein Platz für rechtes Gedankengut sei. Die Schriftstellerin Agnes Miegel mit ihrem völkischen Gedankengut hat daher unserer Meinung nach auf einem Straßenschild in unserer „bunten“ Stadt keine Berechtigung. Ihr Gelöbnis „treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler“ stützte das NS-Regime im Bereich Kultur. Auch nach dessen Ende rückte sie von ihrer rechten Gesinnung nicht ab.

In Vohwinkel konnte die Lettow-Vorbeck-Straße, die an einen maßgeblichen Kolonialkrieger im Ersten Weltkrieg erinnerte, in Edith-Stein-Straße umbenannt werden. Die mutige, katholische Ordensfrau mit jüdischen Wurzeln wurde 1942 im KZ Auschwitz ermordet.

Im Stadtbezirk Oberbarmen, wo sich die Agnes-Miegel-Straße befindet, sollte eine Straßenumbenennung nach einer anerkennenswerten Persönlichkeit ebenfalls möglich sein. Hier ist Alma Kettig aufgewachsen: Die Büroangestellte war seit 1953 für die SPD eine der ersten Frauen im Deutschen Bundestag. Mit besonderem Engagement trat sie für die demokratische Gestaltung der jungen Bundesrepublik ein.

Elke Brychta und Anna-Maria Reinhold, Wuppertal
Projekt „GeschichteGestalten

erschienen als Leserbrief am 23. April 2015

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