„Stasi-Agentin“

Wit_Kettig_2„Anfang der sechziger Jahre geriet sie in den Verdacht, Informationen aus dem Bundestags-Innenausschuss … an die Deutsche Friedensunion (DFU) oder an DDR-Behörden weitergegeben zu haben.“ So griff fast fünfzig Jahre danach der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen in seinem Bericht 2013 die Vorwürfe gegen Alma Kettig auf.

Obwohl es Aktennotizen bei der Auslands-Stasi über Alma Kettig gegeben hatte und bereits seinerzeit ihr Telefon abgehört wurde, kommt der Bundesbeauftragte zu einem bemerkenswerten Schluss:

„Doch weder lässt sich feststellen, ob Kettig abgeschöpft wurde oder bewusst Informationen – an wen auch immer – weitergab, noch lässt sich etwas über Inhalt und Umfang des möglichen Informationsflusses sagen.“zurück

Quelle
BStU, Der Deutsche Bundestag 1949 bis 1989 in den Akten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR. Gutachten, Berlin 2013, S. 220

 

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