Radikale, unbequeme Sozialistin und Feministin!

Florence_HerveVielen Jüngeren ist Alma Kettig, die Anfang November 100 Jahre alt geworden wäre, unbekannt.

Wenigen Älteren bleibt sie in Erinnerung als engagierte Parlamentarierin und unbequeme Sozialdemokratin, als entschiedene Friedenskämpferin.

Den Älteren der Redaktion „wir frauen“ bleibt sie zudem in Erinnerung als eine Frau, die bereits 1948 die Gleichstellung der Frau und einen einheitlichen Internationalen Frauentag am 8. März forderte, und ab 1975 zudem für das Selbstbestimmungsrecht der Frau – auch in Sache § 218 – und für eine eigenständige Frauenbewegung plädierte. Nicht nur in Reden, sondern auch in ihrem Handeln.

So war sie Mitinitiatorin der ‚Initiative Internationales Jahr der Frau 75‘ und Mitgründerin der daraus entstehenden Demokratischen Fraueninitiative DFI 1976. In deren Bundesgeschäftsstelle war die Realistin für die Finanzen zuständig – ihr Lieblingsspruch lautete: „Ohne Moos nix los“. Sie schrieb ab 1982 für die Zeitschrift der DFI wir frauen. Dabei war ihr die  internationale Dimension der „Frauenfrage“ besonders wichtig; sie wurde auch Ratsmitglied der Internationalen Demokratischen Frauenföderation IDFF.

Ihre Worte sind weiterhin aktuell: „Ich halte das Engagement für die Frauenbewegung unverändert für notwendig. Wenn man erst einmal von der Notwendigkeit überzeugt ist Veränderungen herbeizuführen, dann hat man eigentlich gar keine andere Wahl.“

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Dr. Florence Hervé, Düsseldorf
www.florence-herve.com


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